

Am 15.10.2005 jährte sich der Tag der Halloween Aktionen der TG-Jugend. Nachdem es anlässlich des Gruselfestes im vergangenen Jahr in die Warner Brothers Movie World nach Bottrop Kirchhellen ging, war dieses Jahr der Dungeon (dt. Verließ) in Hamburg das Ziel.
Damit der Tag möglichst gut ausgefüllt ist, begaben sich die Freunde der Speicherstadt, bereits um 7:00 (!) in der Frühe, in den eigens angemieteten Bus, der sie Richtung Hamburg bringen sollte.
Die Busfahrt verging nahezu wie im Fluge. Dies lag nicht zuletzt an dem gut gelaunten Busfahrer, Klaus und den von Thomas ausgeliehenen DVDs. Klaus brachte die Truppe bestehend aus 16 Teilnehmern & dem Jugendwart, Thomas, in gut vier Stunden in die Hansestadt.
Geparkt wurde an den Landungsbrücken. Diese Stelle bot sich an, denn von dort aus ist sowohl die City, als auch der Dungeon gut zu erreichen. Da der Besuch des Dungeons jedoch erst für 16:00 angesetzt war, konnten alle erst einmal in Ruhe etwas Hafenluft schnuppern. Anschließend zerstreute sich die Gruppe, welche sich in der Zwischenzeit mit Stadtplänen ausgestattet hatte, in verschiedene Richtungen: Während ein Teil sich auf den Weg zu Elb Coast Customs, dem durch MTV bekannt gewordenen Fahrradladen der etwas anderen Art, machte, entschied sich die andere Hälfte für das Kultur -und Bummelprogramm inklusive Michel-Besichtigung. Was letzteren angeht, so haben unter anderem Karin, Jenny und Jerome, die anstrengende Erfahrung gemacht, dass die Kirche sage und schreibe ca. 500 (!!!) Treppenstufen besitzt. Belohnt wurden sie für ihre Mühe, die Kirchturmspitze zu erklimmen, jedoch auch, denn von ganz oben hatte man eine wunderschöne Aussicht über die Hansestadt.
Gegen 16:00 war es dann aber endlich soweit: Die schaurigen Figuren des Hamburger Dungeons gewährten Einlass in ihr Reich. Viele Furcht einflößend geschminkt und verkleidete Schauspieler brachten den leicht schlotternden Besuchern in den unheimlichen Gemäuern des Verlieses die dunkle Seite von Hamburgs Geschichte näher. Dieser Anblick war nichts für zarte Gemüter. Gespickt mit vielen gruseligen Elementen, wie Skeletten und blutigen Halbtoten erlebten die Grusel-Freunde unter anderem „Den großen Brand von Hamburg“ oder auch „Die Exekution von Störtebeker“ am eigenen Leibe hautnah mit. Zudem kam es nicht selten vor, dass Gruppenmitglieder von den gespenstischen Verlies-Bewohneren direkt angesprochen wurden. Dabei war zu beobachten, wie es nicht Wenigen eiskalt den Rücken hinunter lief. Nach knapp zwei Stunden war der schaurig schöne Gruseltrip überstanden. Auf dem Weg zurück zum Bus folgte der Tross seinem Jugendwart, wie im Gänsemarsch, in einer ordentlichen Schlange auf Schritt und Tritt. Wie es dazu kam? Schwer zu sagen. Ob es etwas damit zu tun hatte, dass niemand nach dem Dungeon-Rundgang so recht alleine sein wollte? Auf jeden Fall kamen aber alle wohlbehalten im Reisebus an und so ging es gegen 18:00 wieder in Richtung Heimat.
Was mich jedoch noch interessieren würde ist, wovon die Halloween-Fans in dieser Nacht wohl geträumt haben?
Elke Trompetter
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