

Im Oktober 2004 fiel der Startschuss: Tobias und ich, Lydia vom Jugendausschuss, begannen mit der Organisation der zweiten Lesenacht. Mit den Erfahrungen vom letzten Mal im Hinterkopf legten wir mit großer Vorfreude los. Es sollte alles noch besser, größer, spannender... werden.
Dieses Mal gab es sogar ein Motto: "Allerlei Gruseliges" fanden wir sehr passend für eine Übernachtung in der dunklen Turnhalle.
Unsere Helfer
Der Erfolg vom letzten Jahr hatte sich rumgesprochen: Man musste nur das Wort "Lesenacht" aussprechen und schon hatten wir Zusagen. Insgesamt waren 60 Personen für die Lesenacht im Einsatz! Vom Einkaufen fürs Frühstück, übers Flyerverteilen bis zum Betreuen am Abend selber haben Ehrenamtliche dafür gesorgt, dass die Grusel-Lesenacht ein Erfolg wurde.
Die Buchhandlung "Schatzinsel" hatte auch von der Lesenacht Wind bekommen und wollte unbedingt mitmachen. So hatten wir einen wahren Bücherexperten mit an Bord und haben uns Tipps für wirklich gruselige Geschichten einholen können.
Die Pfadfinder von Herz-Jesu stellten sich als Gruselspezialisten heraus, und wir beauftragten sie mit einer möglichst gruseligen Überraschung zur Geisterstunde.
Das Schlaungymnayium war schon "aus Tradition" mit eingeplant und "Oskar", das Skelett, verrichtete wieder Spitzendienste.
Der erste Einsatz des Jugendausschusses
Der neugegründete TG Jugendausschuss sollte seine Feuertaufe bei der Lesenacht haben. Eine gute Gelegenheit um mal auszuprobieren, ob die Kids auch auf einen hören, man selber Spaß an der Sache hat und und und. Tobias und ich hatten die schwere Aufgabe der Organisation dem Jugendausschuss abgenommen, und so konnten sie unbeschwert an die Sache heran gehen. Der Test war erfolgreich: Zuverlässig und gewissenhaft halfen sie beim Aufbau, mit viel geschickt lasen sie den Kindern Geschichten vor und mit Einfühlungsvermögen wurden Tränen nach der Geisterbahn getrocknet. Auch wenn der 24-Stunden-Einsatz ganz schön hart war, machten sie auch beim Aufräumen nicht schlapp. Ein dickes Lob also an Janine, Sami, Vero, Lukas, Jonas und Robin!
Und noch was Tolles: Jana hatte so viel Spaß als Vorleserin, dass sie noch am gleichen Tag dem Jugendausschuss beigetreten ist.
Die Lesenacht...
Nach einer großen Anfangsrunde unten in der Turnhalle, sorgte Thomas mit einem Spiel dafür, dass sich die Kids schnell kennenlernten. Um 21 Uhr scharrten die Vorleser dann je eine Gruppe Kinder um sich und entführten sie in die gruselige Welt der Bücher. "Hexen hexen", "Angstmän" oder "Die drei ???" standen auf dem Programm. Vorleserin Tina hatte ihre eigene Methode, die Kinder zu unterhalten und konnte sie motivieren, der Reihe nach ihre Lieblingsgruselgeschichte zu erzählen.
Nach zwei Stunden aufmerksamen Zuhören war es endlich Zeit für eine Abwechslung...
...die gruselige Überraschung
Die Pfadfinder von Herz-Jesu waren schon seit 20 Uhr dabei, den hinteren Teil der Turnhalle in eine Geisterbahn zu verwandeln. Mit viel Kreativität wurden die Turngeräte aus der Halle, mitgebrachte Zelte,Tücher, Knicklichter und Grablichter zu einem Parcours zusammengestellt, der das Gruseln lehren sollte. Mit entsprechenden Kostümen, schaurigen Accessoires und gespenstischer Musik war die Stimmung perfekt. Der Reihe nach holten die Betreuer die Kinder in Vierergruppen ab und schickten sie durch die unheimliche Geisterbahn. Die meisten hielten sich tapfer, aber angstvolle Schreie, große Tränen und hektisches Wegrennen blieben nicht aus. Aber würdet ihr euch nicht auch fürchten, wenn auf einem Friedhof Leichen aus ihren Gräbern steigen, ein schrecklicher Henker mit einem blitzendem Beil auf einen losgeht, Gespenster über den Kopf hinweg zischen oder plötzlich eine ohrenbetäubende Sirene ertönt?
Noch kein Ende in Sicht
Wer glaubt, 8-12-jährige sind nach so viel Aufregung müde, hat weit gefehlt. Natürlich musste es mit dem Lesen noch lange weitergehen. Die zweite Riege Vorleser war angerückt, um die Kids in den Schlaf zu lesen. Die Spiele in der Halle durften dieses Mal auch nicht fehlen. Bei Völkerball, "Krankenhaus" oder Fangen in der dunklen Halle konnten sich noch mal alle richtig austoben.
"Schon" um drei Uhr waren alle am Schlafen. Die Kaffeemaschine, die schon seit 23 Uhr im Dauereinsatz war, hatte bis zum nächsten Morgen Ruhe, genauso wie die Helfer.
Der Morgen danach
Das Aufstehen um 8 Uhr fiel den meisten ganz schön schwer und das Aufräumen war noch viel schlimmer. Aber das leckere Frühstück, das die Gymnastikdamen für uns bereitet hatten, war ein großer Anreiz, schnell fertig zu werden. Nachdem dann alle Fundsachen versteigert worden waren, durfte das Buffet gestürmt werden.
Um 10 Uhr war dann schon wieder alles vorbei. Ausgeruhte Eltern, die den Abend ohne Kinder sichtlich genossen haben, holten ihre verschlafenen Kinder ab.
Der Fehler zu Beginn
Trotz der intensiven Vorbereitung und der vielen Zeit, die wir Ehrenamtlichen in die Grusel-Lesenacht gesteckt haben, ging leider ganz zu Anfang etwas schief. Viele Kinder, die sich vorher angemeldet hatten, standen nicht auf der Anmeldeliste. Im Vorfeld haben wir uns darauf geeinigt, dass keiner sofort reingelassen wird, der nicht auf der Liste vermerkt ist. Bei einem Anmeldestand von 120 Kinder war es einfach nicht anders möglich. Schließlich mussten wir zu aller erst an die Sicherheit, d.h. Platz im Gymnastiksaal und Betreuungsmöglichkeiten, denken. Betonen möchte ich aber, dass wir kein Kind nach Hause geschickt haben! Allen haben wir die Möglichkeit gegeben zu warten, bis die angemeldeten Kinder eingecheckt hatten. Leider haben das nicht alle wahrgenommen. Schade, denn um 19.30 Uhr konnten wir alle Wartenden reinlassen...
Wir werden in Zukunft alles noch genauer kontrollieren, damit so etwas nicht noch einmal passieren kann.
DANK
Insgesamt waren 60 Helfer für das Gelingen der Lesenacht verantwortlich. Allen voran möchte ich Tobias danken, mit dem ich diese Lesenacht organisieren durfte - es hat so viel Spaß gemacht, danke!
Danke an den Jugendausschuss (Janine, Sami, Vero, Lukas, Jonas, Robin und Thomas), Holger, Liesa, den Pfadfindern von Herz-Jesu (www.dpsg-herz-jesu-muenster.de), Peter und Sabine von der "Schatzinsel" (www.Buchhandlung-Schatzinsel.de), Klaus Bruckmann, Frau Feldmeier und der Bücherei-AG vom Schlaun, Herrn Dr. Offermanns, Natalie, Tina und Shubi, Maria, Katharina, Adele, Solvej, Teresa, Christoph, Barbara, unseren "Gymnastikladys", Martin und der Geschäftsstelle.
Lydia Heidrich, Tippse
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