Hans Wallmeier förderte schon früh den Zusammenhang zwischen Turnsport und Ferienfreizeiten. Seine Betreuer waren Hallenleiter und Übungsleiter. Dazu gehörte u. a. die heute noch in der TG bekannte Gisela Becker
1954 wurde Horst Madsack als Jugendwart der TG gewählt.
Später gründeten die beiden Jugendwarte Horst Madsack und Gisela Becker, die beide auch Jugendwarte des Turngau Münsterland waren, den Jugendausschuss der TG. Der Jugendausschuss wollte die überfachliche Jugendarbeit forcieren.
Dank des damaligen Vereinsvorsitzenden Dr. Harald Eimermacher wird die eigenständige Jugendarbeit und die Selbstverantwortung der Jugendlichen in der Vereinssatzung der TG verankert.
im Jahre 1962 wurde zum 100-jährigen Bestehen der TG Münster im Sportpark "Sentruper Höhe" das TG-Jugendheim eingeweiht.
Auf dieser Basis entstehen in der TG viele fachübergreifende Aktivitäten, wie z. B. Sommerfreizeiten, Arbeit in Jugendgruppen, ...
Die zu dieser Zeit wohl wichtigste Entwicklung war die auf eine Idee Eimermachers zurückgehende Gründung eines so genannten Jugendführerseminars. Hier trafen sich zunächst erfahrene Abteilungsleiter von Kinder- & Jugendabteilungen zum Erfahrungsaustausch.
1965 rufen die damaligen Jugendwarte Gisela Becker und Günter Ahrens zum ersten Jugendturntag der Vereinsgeschichte, dem Vorläufer der heutigen Jugendvollversammlung, auf.
1968 gründen Horst Madsack, Maya Woelm, Hans-Ulrich Völger und Bernhard Morsbach ein neu konzipiertes Jugendführerseminar, in dem 15- bis 16-jährige Jugendliche auf die Aufgaben eines Jugendleiters vorbereitet werden sollten. Wer das Seminar überstand durfte als Jugendleiter mit auf Freizeiten fahren und Leiter von Arbeitskreisen werden.
Ebenfalls 1968 hält Horst Madsack auf dem Jugendturntag (aufgrund des geringen Interesses an abteilungsübergreifender Jugendarbeit) ein Referat, in dem er über eine mögliche Neustrukturierung der Jugendarbeit nachdenkt.
Im Vorfeld des 1969 durchgeführten dritten Jugendturntages kommt es fast zum Eklat: Der zu der Zeit für Jugendgruppenarbeit zuständige Horst Madsack und der als neu zu wählender Jugendwart vorgesehene Bernhard Morsbach kündigen an, auf der Versammlung die Abschaffung der Jugendordnung und des Jugendturntages zu beantragen. Der Grund: Das bereits erwähnte, in den letzten Jahren rückläufige Interesse im Verein an der Jugendarbeit. Dieser Jugendturntag war der bestbesuchte der TG-Geschichte.
Der angebliche Antrag zur Abschaffung der Jugendordnung war in Wirklichkeit ein Vorschlag, wie die Jugendarbeit in der TG besser organisiert werden kann. Es sollte genau beschriebene Posten im Jugendausschuss geben und so das bisher betriebene System „jeder macht, wozu er gerade Lust hat“ abgeschafft werden. Dies sollte auch in einer neuen Jugendordnung genau festgehalten werden. Des weiteren sollten für verschiedene Bereiche der Jugendarbeit verschiedene Arbeitskreise gegründet werden, deren Leiter Mitglieder im Jugendführerkreis, einem weiteren Vorläufer des heutigen Jugendausschusses sein sollten. Als Nachfolger für den Jugendturntag war das so genannte Turnerjugendführertreffen vorgesehen, zu dem jeder Jugendliche eingeladen wurde, der sich in der Jugendarbeit engagierte.
Das Ergebnis dieses dritten und zugleich letzten Jugendturntages war der Beschluß des Antrages und die Wahl Bernhard Morsbachs zum Jugendleiter.
Durch den in diesem Zusammenhang entstandenen „AK Jugendheim“ erlebte auch das bis dahin nur sporadisch genutzte Jugendheim an der Sentruper Höhe seine erste „Blütezeit“.
Auch der „AK I und Ö“ (= Arbeitskreis Informations- & Öffentlichkeitsarbeit) wurde 1970 von Martin Laackmann, Ilka Woelm, Gebhardt Schütze, Jan Schlaffer, und später Christian Gausmann und Franz-Josef Jonas gegründet. Der wohl größte Erfolg dieses AK war die Herausgabe der „jugend-info“, später nur noch „info“ genannten Jugendzeitschrift. Diese Zeitschrift erscheint noch heute viermal im Jahr in der TG. Sie heißt heute: „MachMit“! - Das neue System der Jugendarbeit war ein voller Erfolg: Auf der Blüte der Unternehmungen wurden in jedem Jahr für die 6- bis 16-jährigen TG-ler Ferienfreizeiten